Wettbewerbsbeitrag 2015

Mitarbeiter/innen:

Daniela Mehlich, Teresa Klestorfer, Emilia Buck

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Das Bürohaus als unwissender Lehrmeister

Räumliche Organisationsdiagramme

 

Der Entwurf basiert auf dem emanzipatorischen Konzept der universellen Pädagogik (Jaques Rancière: 2009). Die universelle Pädagogik löst die traditionelle Hierarchie zwischen den Wissenden und den Unwissenden auf und geht von einer prinzipiellen Gleichheit aller aus. Sie basiert im Wesentlichen auf Selbstorganisation.

 

Perspektive Eingangsbereich der überhöhten Erdgeschosszone

 

Die universelle Pädagogik stellt für uns eine zeitgenössische Idee von linker und emanzipatorischer Wissensvermittlung dar für die auch die Rosa Luxemburg Stiftung steht.

 

Das Konzept der universellen Pädagogik bedingt für die Organisation und Repräsentation des Bürohauses folgendes:

  • die Auflösung der Distanz zwischen Stiftung (Haus) und Öffentlichkeit (Stadt)
  • die Abschaffung interner Hierarchien und die räumliche Möglichkeiten einer internen Öffnung hin zu selbstorganisierenden und gemeinsamen Arbeiten.
  • Die Intensivierung des Raumprogrammes durch das programmatische Nutzen über temporär freier Raumressourcen innerhalb der Gebäudestruktur (insbesondere der Veranstaltungsräume) für alternative Formen des Zusammenarbeitens und -lernens der Belegschaft und der Besucher/innen.
  • Räumliche Angebote und atmosphärische Differenzierung (u.a. durch verschiedene Geschoßhöhen, verschiedene Arbeitssituationen) zur Schaffung einer sozial und räumlich nachhaltigen Arbeits- und Bildungswelt. 

Grundriss Erdgeschoss

 

Schnitt