Beitrag zum Realisierungswettbewerb Hochhaus am Anton Bruckner Areal, Linz

Mitarbeit:
Daniela Mehlich
Sebastian Latz

Statik:
Bollinger & Grohmann Ingenieure

Brandschutz:
Andrea Kopper / Erich Röhrer

Kostenkalkulation:
Babette Schwarz



 

 

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Lisa & Amalia

Die Idee

Die Idee des Projektes ist ein Baukörper der sich in das dreieckige Grundstück einspannt und es ausdehnt. Die Y- Grundform ist der Ausgangspunkt des Entwurfs von „Lisa und Amalia“. Das Y invertiert das Dreieck und drückt die Baufluchtlinien ideell über ihre Grenzen hinaus. Das Grundstück wird „grösser“. Das Grundstück wird entgrenzt.

Konzept

Die Qualitäten der Grundrissform

Als Form ist das Y an sich neutral. Im Kontext jedoch bildet es drei adressbildende Plätze am Grundstück aus: Eingang Wohnhochhaus „Amalia“, Eingang Schule „Lisa“ und Schulhof . Zudem erlaubt das „richtungslose“ Y eine optimale und differenzierte Orientierung der Wohnungen (Ausblicke, Himmelsrichtungen). Jede Wohnung im Haus bekommt dadurch einen eigenen, ganz speziellen Ausblick: Pöstlingberg, Linzer Schloß, Donaupark und Winterhafen. Gleichzeitig erlaubt das Y einen kompakten und robusten Baukörper: Kurze Erschließungswege zu den Wohnungen und optimierte Verkehrswege und Leitungsführungen.

Regelgrundrisse

Wohnungstypen

 

Die Organisation des Hauses

Die Schule wird vom Park und der Wildbergstrasse her erschlossen. Die Schule als Sockelgebäude ist im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss organisiert. Sie bildet einen zeitgenössischen Schulraum, der mit großzügigen Terrassen, Freiflächen und einem nach Süd-Ost orientierten, in sich geschlossenen Hof gestaltet ist. Die Schule ist zum Park im Norden und in den ruhigen Schulhof orientiert. Das 2. Obergeschoss bildet die Zäsur zwischen Bildung und Wohnen. Hier wird eine weitläufige „Dachlandschaft“ mit Spielplätzen, Gemeinschaftseinrichtungen für die Bewohner/innen zur Verfügung gestellt.

Schaubild Wildbergstrasse

Städtebauliche Einbindung

Das Wohnhochhaus wird von dem südlichen an der Wildbergstrasse gelegenen Platz erschlossen. Es wird mit einem 12 geschossigen Sockel (3.OG – 14.OG) und zwei voneinander optisch eigenständigen Hochpunkten ausformuliert. Die leicht zueinander versetzten Volumina der Hochpunkte werden als unterschiedliche Baukörper ablesbar: Die Kubatur löst sich auf und addiert zwei Körper in die Linzer Stadtshiloutte: einen Glaskubus und einen schlanken, hohen Pylon.

Fassaden

Die Fassaden: Ein 9-seitiges Kippbild

Die Schule ist als ein kompakter Sockel mit einheitlicher Fassade (Alu, Fensterbänder) entworfen. Die Fassaden des Wohnhochhauses variieren je Fassadenfläche. Wir haben fünf Fassaden mit insgesamt fünf gleichen, standardisierten Grundelementen entwickelt und an die Seiten des Wohnhochhauses appliziert. Unterschiedliche Farbgebung der (Fenster- und Brüstungs-) Elemente ist zudem identifikationsbildend für die zukünftigen Bewohner/innen.

So entsteht eine Architektur die je nach Blickwinkel und Betrachtung eine jeweils andere Erscheinung hat. In anderen Worten: Wenn man um das Haus herum geht schaut das Wohnhochhaus immer unterschiedlich und anders aus. Ein Effekt der die Grundkonzeption des sich auflösenden Y weiter fortführt.

Arbeitsmodell

 

Fassadenkonzept: das Kippbild