2014

Spekulation zum Wiener Gemeindebau

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Permanente Zwischennutzung

Galaxy Tower, 1020 Wien

Das Projekt Permanente Zwischennutzung übersetzt die gängige Praxis der Zwischennutzung von leerstehenden Lokalen und anderen städtischen Brachen durch die Kreativindustrie auf zwei Ebenen:

  1. Zum einen übernimmt die Stadtverwaltung selbst die Zwischennutzung.
  2. Zum anderen können große, strategisch wichtige und leerstehende Objekte besiedelt werden, wodurch ein Maßstabssprung möglich ist.

Gleichzeitig werden mit der Besiedelung von historischer Bausubstanz in der Innenstadt oder der Adaption von leerstehenden Bürogebäuden strukturell andere Wohnformen und Formen des Zusammenlebens und -arbeitens möglich.

Hochhaus Gunoldstraße, 1190 Wien

In diesem Sinn kann die Stadtverwaltung hier tatsächliche Wohn(bau)experimente starten die zwar innerhalb des Modells Wiener Wohnen angesiedelt sind, aber durch ihren vorerst temporären Charakter außerhalb desselben zu sehen sind.

Die Idee mit einem Baukasten von Systemmöbeln den Leerstand wohnbar zu machen wird an vier verschiedenen Objekten in der Stadt getestet. Zwei davon sind in der Innenstadt Wiens angesiedelt, einem Stadtteil, der zunehmend aus Büroflächen, Tourismusangeboten und sogenannten Luxuswohnungen besteht. Die beiden anderen Objekte sind Bürogebäude. Das eine Gebäude steht seit geraumer Zeit leer und wird im Moment teilweise von Obdachlosen bewohnt. Im zweiten Objekt, dem Galaxy Tower, stehen permanent große Flächen zur Vermietung, die sich anbieten, für Wohnzwecke genutzt zu werden.

Altes Postamt, 1010 Wien