Wettbewerbsbeitrag "Neu Marx gemeinsam Gestalten"

2. Rang

in Kooperation mit

COBE Berlin
STUDIOVLAY
WES Landschaftsarchitektur

Mitarbeit ExD:
Daniela Mehlich

 

 

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Supercampus

Brennpunkt der zukünftigen Ökonomie Wiens

Der SUPERCAMPUS ist ein klar definiertes städtisches Quartier. Der SUPERCAMPUS ist zugleich zentrumsnah und mit den Logistikzentren und den überregionalen Verkehrsknoten (Flughafen und Hauptbahnhof) optimal verbunden. Die Aufgabenstellung qualifiziert den SUPERCAMPUS als neuen Brennpunkt für die zukunftsträchtige Ökonomie Wiens.

Der Super Campus in Verlängerung der Landstrasser Hauptstrasse

Binnenraum an der Landstraßer Hauptstraße

Der SUPERCAMPUS ist ein einzigartiger Binnenraum direkt an der Landstraßer Hauptstraße. So ist das Quartier Neu Marx stadträumliches Scharnier zwischen Innenstadt und dem Stadtentwicklungsgebiet „Franzosengraben“ rund um die Gasometer in Simmering.

 

Stadtraummosaik

Ähnlich einem Gründerzeitblock interpretieren wir diesen Binnenraum als eine heterogene Hinterhofwelt. Der SUPERCAMPUS besteht aus einer bunten Mischung von Feldern unterschiedlicher Nutzung, die wir als Mosaiksteine definieren und zueinander in Relation setzen: Stadtwildnis, Karee St. Marx, Bio-Tech Center, Med-Uni, T-Mobile, Medienquartier, Viehhalle und das Baufeld Karl-Farkas-Gasse.

Das Stadtraummosaik im Binnenraum von Neu Marx

Urbanes Labor

Der SUPERCAMPUS ist als ein richtungsweisendes urbanes Labor konzipiert, dessen Entwicklungsmotor innovative Arbeits-, Forschungs- und Lernwelten sind. Unterschiedliche Formen des Wohnens werden integriert. Die verschiedenen Nutzungen werden mit dem städtebaulichen Entwurf explizit zueinander in Beziehung gesetzt. Ein entsprechendes Branding platziert den SUPERCAMPUS als einzigartiges urbanes Labor auf dem internationalen Markt.

Lageplan
 

Die Idee: das GROSSE HAUS

Das Baufeld Karl-Farkas-Gasse (KFG) wird als energetisch-dichter, räumlich vielfältiger, sowie polyzentrisch-urbaner Cluster auszuformuliert. Wir nennen das Feld GROSSES HAUS. Die Baumassen der Baufelder Triangle und NXT Marx werden in das GROSSE HAUS inkorporiert. Ein weitläufiger Passepartout-förmiger Freiraum entsteht, der die Viehhalle und das GROSSE HAUS rahmt. Die äußeren Mosaiksteine bilden einen „Blockrand“ aus.

 

Ausschnitt Grundriss Erdgeschoss

 

12 Pocket Parks und ein „A“

Das GROSSE HAUS wird durch ein „A“ in 6 Baufelder unterteilt und erschlossen. Hauptachse ist die diagonal verlaufende Verbindung zwischen der Nottendorfgasse/Baumgasse und dem Haupteingang Viehhalle/Maria-Jacobi Gasse. Die beiden anderen Verbindungen bilden die Durchwegung Stadtwildnis, Wohnbebauung RPHI hin zu den Tangentenräumen. Zahlreiche „Kapillaren“ sorgen für eine dichte Durchwegung und vernetzen 12 Pocket-Parks, die sich als „Mikro-Freiräume“ in die dichte Raumstruktur des GROSSEN HAUSES einnisten. Ihre räumliche Qualität, Lage und Verteilung bildet ein Netzwerk spezifischer, urbaner Freiraumsituationen: adressbildende Plätze für Treffs, Pausen, Stehenbleiben und Verweilen.

 

Städtebau als dauerhafte Anreizstrategie

Um ein neuartig durchmischtes, mit Wohnformen durchwachsenes „Arbeitsweltenquartier“ dauerhaft etablieren zu können, wirken Hardware und Software des Städtebaus beispielhaft zusammen und fügen, im übertragenen Sinn, die Bauplätze unter ein Dach zusammen: das GROSSEN HAUS. Dabei spannen typologische Intelligenz, städtebauliche Konfiguration, wirtschaftliche Anreiz- bzw. Ausgleichsmodelle und „Pilotspielräume" für einzelne Akteure ein Dialogfeld auf, das die Verträglichkeit unterschiedlichster Nutzungen in nächster Nähe zueinander fördert und mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre auflädt.

Exemplarischer Besiedelungsprozess: 2020 > 2030

Lernendes Regelwerk

In Anlehnung an das laufende Verfahren schlagen wir eine lernende Entwicklung für das GROSSE HAUS vor. Dem Flächenwidmungsplan wird ein Regelwerk (Protokoll) zur Seite gestellt, das aktuelle und zukünftige Tendenzen der Arbeitswelten und Produktion aufnehmen und in ein durchmischtes Quartier integrieren kann. Dabei optimieren die Erfahrungen aus den bereits entwickelten Phasen das Protokoll für die kommenden Bauabschnitte: Post-Occupancy Studien und andere Instrumente der Evaluierung fließen in eine partizipatorische Weiterentwicklung unter moderierender Federführung z.B. einer Common-Development-Agentur (mit Integration von Stadtplanung und Planer/innen, siehe „ABC des Städtebaus“).

 

Perspektiven