2008/2009

Machbarkeitsstudie für die europäische Kulturhauptstadt Linz 2009

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UFO

Posterentwurf

UFO ist ein Kunst- und Architekturprojekt im öffentlichen Raum. Es ist ein Ort wo man sich trifft und ...  

UFO hat zum Ziel, die Gemeinschaften vor Ort soweit zu vernetzen und zu emanzipieren, dass eine Entwicklung des Andreas-Hofer Viertels in Linz mittel- und langfristig von der Basis heraus passieren kann. UFO sieht sich somit als Initialzündung, die das Spektakel um die europäische Kulturhauptstadt 2009 subversiv nutzt. UFO arbeitet auf mehreren Ebenen mit unterschiedlichen künstlerischen und architektonischen Mitteln um den Gemeinschaften vor Ort einen konkreten Verhandlungsfreiraum bereitzustellen. Dieser umfasst die Bereitstellung von Raum, Ressourcen, architektonischer und technischer Infrastruktur sowie die Organisation, Betreuung und Moderation des Prozesses.

Konzeptzeichnung

Als Mittelpunkt des Programms – sozusagen als Katalysator und Anreiz für alle Ereignisse im Rahmen von UFO – wird das gemeinsame Kochen und Essen etabliert. Im Sinne einer "Open University" werden eine Reihe von Workshops angeboten. Diese dienen der Vorbereitung des Projekts, zur gemeinschaftlichen, programmatischen Gestaltung des UFOs und der mittel- und langfristigen Emanzipation der Gemeinschaften vor Ort. Sie haben die Funktion die Bedürfnisse und Potentiale vor Ort zu evaluieren und zielorientiert zu bündeln. 

Das Dach des Bunkers wird als temporäre Plattform gestaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dort findet das in den Workshops erarbeitete Programm statt. Im Idealfall hat sich die Emanzipation und Vernetzung der örtlichen Gemeinschaften mit Eröffnung des Daches im Mai 2009 so weit etabliert, dass die Initiator/inn/en weitgehend in den Hintergrund treten können.

Das Dach des Bunkers

Im UFO werden Anrainer/innen, Besucher/innen, als auch Institutionen zu Akteur/inn/en im Sinne der Aneignung öffentlichen Raums. Das über Workshops und Diskussionsrunden vermittelte Wissen dient der Erweiterung des Handlungsspielraums der einzelnen Personen und Gruppen und animiert zur Partizipation am UFO und darüber hinaus. Der gesamte Prozess wird dokumentiert. Somit unterstützt UFO sich selbst, aber auch zukünftige Projekte. Die Gestaltung bietet jene symbolhafte Infrastruktur, die eine Orientierung innerhalb des UFOs ermöglicht.

Das Herzstück dieser Struktur ist die Küche, wo die Akteur/inn/en als Gäste und Gastgeber/innen fungieren. Innerhalb der jeweiligen Strukturelemente ("Blasen") wird eine den Prozess begleitende Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Dazu gehören technische Geräte sowie  den Prozess unterstützende (Anprech-)Personen. Die Funktionsbereiche der einzelnen Elemente orientieren sich an den Bedürfnissen der vor Ort befindlichen Community bzw. der Auseinandersetzung mit den jeweiligen Institutionen. So lädt das Andreas-Hofer Viertel 2009 den Rest der Welt ein, den sich ständig weiterentwickelnden Freiraum auf dem Dach des Bunkers zu entdecken: UFO, ein Ort wo die Welt sich trifft und ….

 


Konzept zusammen mit

Norbert Tomasi, Clemens Foschi

Grafik: grafisches Büro, Wien