Beitrag zum kooperativen Verfahren Linz Ebelsberg

Mitarbeit:

Daniela Mehlich

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Wunschmaschine Ebelsberg

Lageplan

DIE STADT NACH DER ARBEIT

Die Wunschmaschine Ebelsberg ist ein sozial und ökologisch nachhaltiges Stadtquartier. Sie reagiert insbesondere auf Tendenzen zeitgenössischer Ökonomien (Restrukturierung des Arbeitsmarktes, zunehmendes Verschwinden der Erwerbstätigkeiten, Selbstunternehmer/innen). Ein funktional durchmischter, lokal vernetzter, weitgehend autofreier, dicht besiedelter und urbaner Campus der kurzen Wege entsteht. Die Wunschmaschine Ebelsberg bietet Räume für unterschiedliche (leistbare) Wohnformen, aber auch Räume und Freiräume für neue Formen der Arbeit und der städtischen Gemeinschaft.

 

Großräumliche Analyse

DIE WUNSCHMASCHINE

Die Lage des Areals im Großraum Linz qualifiziert die Wunschmaschine als eigenständiges Stadtteilzentrum an einem strategischen Angelpunkt zwischen „Stadt“ und „Land“. Es ergänzt die lokale Umgebung komplementär mit neuen Funktionen und Freiräumen. Das Quartier schafft einen dicht vernetzten Qualitätsraum für Bewohner/innen die ansonsten im Linzer Umland Wohnraum suchen würden. Die „Siedlung Hillerstraße“ wird in das neue Stadtquartier integriert und aufgewertet. Dem Freiraum als urbane Nutzlandschaft für kollektive Tätigkeiten kommt in der Entwicklung der Wunschmaschine eine besondere Rolle zu. Die vorhandenen Flurformen werden im Sinne kollektiver Aktivitäten neu interpretiert (Sportflächen, Gemeinschaftsgärten, Urban Farming, etc.) oder behalten ihren derzeitigen Status (Ackerbau). Der Baumbestand wird erhalten. Der Binnenraum des Quartiers ist verkehrsberuhigt konzipiert. Die Erschließung wird als Shared Space ausgeführt. Sammelgaragen an den Rändern des Quartiers werten den öffentlichen Verkehr auf. Eine neue Trassenführung der Straßenbahn (2 Haltestellen) bindet das Quartier optimal (max. 250 Meter Distanzen) an den öffentlichen Verkehr an.

 

Axonometrie Bebauung

DER STADTRAUM

Die Wunschmaschine Ebelsberg wird von einer Perimeterbebauung als ein zusammenhängender Hof gerahmt. In der Wiederholung der lokal vorhandenen Typen (Zeile, Punkt, Hof) wird der Binnenraum des Hofes verdichtet und dabei die Ideologie der militärischen, seriellen Bebauung neu interpretiert. Die Weite des ehemaligen Exerzierfeldes bleibt erfahrbar. Durch die räumliche Einbindung des bestehenden Vierkanthofes „Mayer zu Raith“ wird der Binnenraum jedoch anders organisiert. Entlang der B1 und punktuell im Binnenraum werden Räume für Gewerbe (Nahversorgung, Gemeinschaftswerkstätten, Büro, etc.) vorgesehen. Die Einbindung von Baugruppen (z.B. Wohnen & Arbeiten) in den Entwicklungsprozess des Quartiers garantiert einen dauerhaft lebendigen Stadtteil.