2013

Andreas Rumpfhuber: Architektur immaterieller Arbeit

Turia + Kant, Wien

ISBN 978-3-85132-705-2

Open Access Version
Buch kaufen

 

 

facebook
twitter


Architektur immaterieller Arbeit

Buchcover

Entgegen dem Diktum vom Ende der Arbeit, ja sogar trotz diverser Modelle realisierbarer Utopien wie der 20-Stunden-Woche oder der Grundsicherung, dreht sich das Leben in unseren Gesellschaften weiterhin um Arbeit. Das ehemalige Prinzip der Gleichräumigkeit und Gleichzeitigkeit von Arbeitsprozessen sowie der funktional eindeutigen Zuschreibung von Produktionsräumen löst sich mit den aktuellen Arbeitsorganisationen dieser diffundierenden, sich immaterialisierenden Arbeit auf. Die Produktionsmodi und Produktionsmittel bedingen heute nicht zuletzt andere arbeitsräumliche Figurationen, die sich permanent neu und in noch beispiellosen Formationen manifestieren. Den räumlichen Organisationen dieser zunehmend immateriell werdenden Arbeit widmet sich dieses Buch.


Der Titel ist gleichzeitig die Hypothese der Untersuchungen. Anhand von Architekturprojekten der 1960er Jahre analysiert der Autor das Aufkommen neuer Formen und Ordnungen von Architektur, die die heute dominierende kulturelle Praxis der immateriellen Arbeit (in den westlichen Industrienationen) spiegeln. Von der Erfindung der Bürolandschaft in den frühen 1960er Jahren in Deutschland über die experimentelle Architekturperformance "Mobiles Büro" des österreichischen Architekten Hans Hollein bis hin zur Bed-In-Performance John Lennons und Yoko Onos werden Räume einer entgrenzten Form von Arbeit vorgestellt.