2011–2013

Projektbudget: 1 Mio EUR

Das Projekt SCIBE- Scarcity and Creativity in the Built Environment war durch das HERA Joint Research Programme finanziell unterstützt.

REVIEW: EXCELLENT

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Die Knappheit in der Stadtentwicklung

Das Projekt SCIBE – Scarcity and Creativity in the Built Environment erforschte das Verhältnis von Knappheit und Kreativität im Kontext der Stadtentwicklung. Das Forschungsteam untersuchte wie verschiedene Konditionen von Knappheit direkt auf die Praxis der Architektur und des Urbanismus einwirken, aber auch, wie diese Diskurse ganz generell die Idee von Stadt und unserem Zusammenleben beeinflussen.

Der Projektidee waren zwei Beobachtungen vorausgegangen: Zum einen der zunehmend dominant werdende Diskurs zu Fragen der Ökologie, die Diskussion über limitierte Ressourcen und das Problem der Nachhaltigkeit, das zunehmend von der Wirtschaft sowie der Industrie definiert wurde und vermehrt auch die Praxis der Architektur beeinflusste. Zum anderen waren es die nach dem Platzen der Immobilienblase 2007 in den USA sich nach Europa ausweitende Finanzkrise und der vor allem in England bereits hörbare Ruf nach einer neuen Sparpolitik der öffentlichen Hand die gewiss, so unsere Annahme, direkte Auswirkungen auf die Produktion unserer gebauten Umwelt haben würde. Das ursächlich ökonomische Konzept der Knappheit schien beide Beobachtungen zu verlinken und uns eine alternative Perspektive auf die Relevanz einer zeitgenössischen Praxis der Architektur und das Potenzial ihrer Intervention zu ermöglichen.

SCIBE entwickelte neben den jeweiligen Teilprojekten in London, Oslo, Reykjavik und Wien eine gemeinsame Arbeit über das Verhältnis von Knappheit zur Kreativität im Entwurfsprozess, eine gemeinsame Ausstellung in London und ein von Jeremy Till, Jon Goodbun, Michael Klein und Andreas Rumpfhuber verfasstes Buch "The Design of Scarcity" (Strelka: 2014).

Das Wiener Teilprojekt resultierte in einer Schwerpunktausgabe von dérive (#46 – Vom Superblock zur Überstadt) sowie dem Buch Modelling Vienna, Real Fictions in Social Housing (Turia + Kant: 2015).

 


Forschungspartner/innen in London:
Jeremy Till, Jon Goodbun, Deljana Iosifova, Isis Nunez Ferrara, Flora Bowden, Clare Brass
sowie in Norwegen und Island:
Christian Hermansen, Edward Robbins, Arna Mathiesen, Kjersti Hembre, Barbara Elisabeth Ascher


Forscher/inn/enteam Wien

Andreas Rumpfhuber

Michael Klein (Doktorand/inn/enstelle)
Georg Kolmayr
Teresa Klestorfer
Christina Nägele

Parktikant/inn/en

Marja Maric
Damaris Casula
Eugenio Lintas