15.1.2015

Vortrag mit Respondenz von Lukas Tockner, Wohnungsbauexperte der AK Wien

Depot Wien

 

 

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Für einen gesellschaftlichen Wohnungsbau

Andreas Rumpfhuber erklärt sein Konzept
des gesellschaftlichen Wohnungsbaus

Der Rückzug aus der Gesellschaft auf irgendwelche (exklusive) (Wohnbau)Inseln ist keine Alternative. Es braucht Projekte die nicht auf eine Target Group zugeschneidert sind, sondern tatsächlich ALLE mitdenkt.

Der gesellschaftliche Wohnungsbau (work-in-progress) ist so ein Projekt.

Der gesellschaftliche Wohnungsbau ist ein emanzipatorisches und zeitgemäßes Projekt. Das Projekt überwindet die Moderne und ihre funktional sauber ausdifferenzierte Ordnung. Es ist jedoch gleichzeitig modern indem es die Realität der Entgrenzung des Lebens spiegelt und die liberalen Mechanismen der Produktion zeitgenössischer Stadt unterwandert.

Ein gesellschaftlicher Wohnungsbau ist

  1. ein universales Projekt. Es stellt Wohnungsraum für alle her und nicht nur für die Ränder, die Mitte oder das eine Prozent der Gesellschaft. Das Motto lautet: Luxus für Alle. Der gesellschaftliche Wohnungsbau aktualisiert
  2. Wohnungsbau (und somit Stadtbau) in Relation zu unseren zeitgenössischen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Der Wohnungsraum ist also nicht ausschließlich den „Wohnzwecken“ gewidmet, sondern etabliert einen Lebensraum für ein entgrenztes, zeitgenössisches Arbeitsleben. Und
  3. der gesellschaftliche Wohnungsbau wird auf einer mikropolitischen Ebene organisiert. Ein zeitgenössischer Wohnungsbau kann sich nur aus der Gesellschaft selbst heraus entfalten, ohne Führung von oben.